Unternehmergeist statt Staatshilfe
Die NZZ legt in einem Meinungsbeitrag auf, dass der Markt nicht das Problem ist, sondern Teil der Lösung sein kann. Nur 1 von 8 Spitälern erwirtschaftet heute genug, um Investitionen nachhaltig zu finanzieren.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein Spital privat oder öffentlich getragen wird. Entscheidend ist, ob es unternehmerisch handeln kann, Verantwortung für seine Entscheidungen trägt und den nötigen Spielraum für Innovation und Effizienz erhält.
Private Gesundheitsunternehmen tragen Investitions- und Betriebsrisiken selbst. Sie nutzen Verbundlösungen und Skaleneffekte, entwickeln neue Versorgungs- und Finanzierungsmodelle und müssen sich im Wettbewerb behaupten. Wenn Spitäler hingegen darauf vertrauen können, dass Defizite oder Fehlinvestitionen am Ende durch die öffentliche Hand aufgefangen werden, werden wirtschaftliche Anreize geschwächt.
Für die aktuelle gesundheitspolitische Debatte ist deshalb eine Frage zentral: Braucht die Schweiz tatsächlich immer mehr staatliche Planung und Absicherung? Oder sollten wir jenen Akteuren mehr Raum geben, die bereit sind, Verantwortung und Risiko selbst zu tragen?
Für ospita ist klar: Eine leistungsfähige, effiziente und patientenorientierte Versorgung entsteht nicht durch mehr Staat, sondern durch klare Anreize, unternehmerische Verantwortung und faire Rahmenbedingungen.
Ein lesenswerter Beitrag zur Debatte über die Zukunft des Schweizer Spitalmarkts (für Abonnenten):
https://www.nzz.ch/meinung/investoren-mischen-gerade-den-spitalmarkt-auf-zum-glueck-ld.10018593